Kennst Du das?

Manchmal begegnet Dir ein Mensch, der Dir sofort sympathisch ist, der voll auf Deiner Wellenlänge liegt. In kürzester Zeit entwickelt sich ein intensives Gespräch, Du erzählst Dinge, die nur gute Freunde von Dir wissen und umgekehrt erfährst Du intime Details, die Dein Gegenüber auch nur sehr engen Vertrauten erzählt. Es entsteht ein Gespräch, das ohne den übliche SmallTalk sehr schnell in die Tiefe geht und wirklich Wert hat. Und aus dem sich etwas entwickeln kann: Eine Freundschaft, eine Geschäftsbeziehung, ein gemeinsames Projekt. Woran liegt das? Seelenverwandtschaft? Schwingungen? Energie? Das Gesetz der Anziehung? Nichts von alledem.

Ich hatte neulich so eine wunderbares Zusammentreffen – mit wem genau, dazu später mehr.
Wenn so eine Begegnung, ein solcher Dialog entsteht, ist das immer ein erfüllendes Erlebnis. Früher ist mir so etwas recht selten passiert. Heute (seit ein paar Jahren) erlebe ich solche Begegnungen öfter. Lebenserfahrung?
Nein. Es sind drei Dinge, die einen guten Dialog ausmachen:

1. Zeige echtes Interesse und Neugier am Anderen und dem was er tut.
Na ja, sagst Du jetzt vielleicht, entweder ich habe „echtes“ Interesse, oder ich habe es nicht. Das lässt sich doch nicht verordnen. Doch! Neugier und Interesse kann man lernen. Es setzt die Bereitschaft voraus, offen zu sein für den Anderen und das man sein Gegenüber wirklich verstehen will.
Steven R. Covey hat es so wunderbar in seinem Buch „Die sieben Wege zur Effektivität“ dargelegt: „Erst verstehen, dann verstanden werden“ (Falls Du dieses Buch noch nicht gelesen hast, geh’ heute noch in die Buchhandlung und kauf es Dir. Für mich war es lebensverändernd. Echt!)

2. Sei bereit Deine eigene Verletzlichkeit und Schwäche zu zeigen.
Damit gehst Du das Risiko ein, Dich vielleicht der Lächerlichkeit preiszugeben, nicht cool und perfekt rüberzukommen, sondern natürlich, menschlich und ehrlich. Wenn diese Verletzlichkeit nicht gespielt ist, spürt das dein Gesprächspartner und schenkt Dir Vertrauen. Wenn sie gespielt ist, wird diese Heuchelei meist sehr schnell erkannt, dann ist das Gespräch ratz-fatz zu Ende oder wechselt sofort wieder in den oberflächlichen SmallTalk-modus. Gähn.

3. Lobe! Zeige Freude und Wertschätzung.
Bringe in dem Gespräch ein Lob an. Das klingt jetzt wie ein Tipp, den man einstudieren kann. Ist aber nicht so gemeint. Sei wachsam (siehe Punkt 1.) und freue Dich über die Begegnung, dann fällt Dir automatisch etwas Positives am Anderen auf und das bringst Du ehrlich zum Ausdruck. Habe Spaß dabei! Die schönsten Gespräche sind auch immer die, in denen man herzlich lacht – am besten über sich selbst. Dazu gehört auch, sich selbst nicht so ernst zu nehmen, sondern authentisch zu sein (siehe Punkt 2.), und vor allem den anderen in den Mittelpunkt zu stellen.
„Geben macht glücklicher als Nehmen“ soll schon Jesus gesagt haben, steht irgendwo in der Bibel (Ja, stimmt und zwar genau hier: Apg. 20, 35) und einer meiner Mentoren, Networking-Genie Joe Polish, bringt es so auf den Punkt: „Life gives to the giver and takes from the taker“, was – nicht ganz wörtlich übersetzt – so viel heißt wie: Das Leben gibt denen die geben, und nimmt von denen die nehmen.
In diesem Sinne: Gib  a l l e s  beim nächsten Zusammentreffen mit einem / einer Fremden und es wird sicher so ein spannender Dialog, wie ich ihn vor ein paar Wochen mit Andreas-Enrico Brell hatte. Bei einer Veranstaltung sind wir ins Gespräch gekommen und eingetaucht in einen anregenden, faszinierenden und tiefgreifenden Dialog. Daraus ist wenig später etwas entstanden. Ein Interview mit vielen Aha-Erlebnissen. Und auch in diesem spürt man etwas von den „drei Geheimnissen“…, denn Andreas-Enrico scheint sie auch zu kennen:)

Hier geht es zum Interview

Andreas-Enrico Brell ist Geld-Trainer – und der Einzige in Deutschland, der nicht mit der „Werde-Schnell-Reich-Keule“ schwingt, sondern das Thema Geld aus der Perspektive von Sinn, Werten und Glück betrachtet. Sein Motto: „Arbeite nicht wegen Geld, sondern  f ü r  Geld“, dabei schaut er weit über den monetären Tellerrand hinaus und hat mich im Interview gefragt,

  • wie mir die Transformation von jemandem der unter Rede- bzw. Mikrofonangst litt zum Profisprecher gelungen ist?
  • wie man lernen kann, aus der größten Schwäche seine Stärke zu machen?
  • wie Lampenfieber schnell und effektiv in den Griff zu bekommen ist (Wertvolle Tips!)
  • ob „sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit“ funktioniert (Ähm…Ja, das geht, wenn Du bestimmte Dinge beachtest.)
  • welche „Geldgewohnheiten“ ich habe und in was ich investiere (Ich habe wirklich brav geantwortet.)
  • wie man den richtigen Ton trifft… (Wichtig! Denn das gesprochene Wort kehrt nie zurück.)

 

Das Interview hat mir wirklich gut gefallen, schau es Dir hier jetzt an: Zum Interview

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Alles Liebe
Thomas Friebe